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Kein Gewinner im Trainingsspiel gegen Markgröningen

09. Mai 2023
Fußball - Freizeit

Am Dienstagabend war das AH-Team des FV Markgröningen im Nissan-Schmidt-Stadion in Kleinsachsenheim zu Gast.
Die vom Rasenmähermann Gorbach frisch frisierte Rasenfläche glich einer englischen Liegewiese nahe der Themse.
Nachdem die ersten Spieler beider Teams die letzten Raben vom Spielfeld vertrieben hatten, konnte der Unparteiische Florian Wessely, in reifem Zitronengelb gekleidet, beide Mannschaften zum Mittelkreis bitten. Die Heimelf, die im Vorfeld lediglich zwölf Zusagen hatte, wuchs wie Unkraut in kürzester Zeit auf stattliche 19 Spieler an, weshalb die vom Ratskeller gesponserten Leibchen bei weitem nicht ausreichten und erstmals auch die baugleiche Trainingsausstattung im Echtspielbetrieb getestet werden konnte.
Die Startelf um Kapitän und Libero Hämmi begann mit einer Dreierkette vor Keeper Micha Benz, komplettiert durch die beiden Verteidiger Frank und Eddi. Im Fünfer-Mittelfeld tümmelte sich die Doppel-Sechs Marco Wolf und Markus Durian, flankiert von Dennis Kusterer, Carsten Czmiel und Mario Eppich. Im Sturm begannen die beiden Ball-Magier Oli Zucker und Tony Schreiber. Auf der Bank, die im Idealfall gerade mal für drei AH-Ärsche Platz bietet, versammelten sich um Coach und Pressewart Andy Glaser die Auswechselspieler Mesut, Sascha, Ronny N., Joe, Manni, Anton, Andi K. und DER Eppinger.
Die Partie, die auf 2x40 Minuten angelegt wurde, wurde bei bestem Fußballwetter angepfiffen. Beide Teams verzichteten auf langes Kennenlernen und stellten die Regler bereits ab Minute 1 auf vollen Schub und doppelte Mopsgeschwindigkeit. So dauerte es lediglich bis zur 4. Minute, als das Kleinsachsenheimer Gegenpressing belohnt wurde, der Hellwache Tony Schreiber einen Abwehrfehler der Markgröninger gnadenlos bestrafte und überlegt zum Führungstreffer einnetzte.
Quasi im direkten Gegenzug nach dem Anspiel wurde Keeper Micha Benz zum ersten Mal getestet, als er eine Fackel Richtung kurzes Tordreieck bravourös parieren musste. Wer jetzt noch nicht wach war bekam drei Minuten Zeit, den
Augendreck auszuwischen und seine Zähne zu putzen, denn bereits in der 8. Minute gelang dem Team von der Glems der Ausgleich, als ein Pressschlag zwischen Benz und der Gröninger 9 eben diesem vor die Füße flog und eingeschoben werden
konnte. Nicht nur die Zuschauer des TSV hatten nun nasse Augen, auch das Wetter schien in sein Trauerprogramm umzuschalten. Die Luftfeuchtigkeit stieg dramatisch an, die Wolken verdeckten den nun nahtlos grauen Himmel und begannen im Ergebnis, leicht zu weinen. In der 12. Minute ein erster Lichtblick vom nun immer rutschiger werdenden Geläuf, Duri mit einem sehenswerten Seitenwechsel auf Außenspieler Carsten, der den Gegner tunnelt und die Flanke zumindest den Weg zum Eckstoß Nummer 1 fand. Getreten von Oli Zucker versickerte diese Chance jedoch in Gulli Nummer Uno. Kurz darauf folgte einer von mehreren, sagen wir mal…sehenswerten Querschlägern von Frank, die vom Gegner abgefangen aber glücklicherweise nicht verwertet werden konnten. Das Spiel benötigte nun frischen Wind und so war es unausweichlich, dass die Mettertaler ab Minute 17. vermehr auf den Wechselknopf drückten. Mesut für Eddi, Joe für Mario, Ronny für Dennis und Eppi für Frank. Das Ergebnis: 1:2 für den FV Markgröningen, basierend auf einer wunderschön
herausgespielten Mittelfeldkombination, begleitet von desolater Gegenwehr des TSV. Etwas angesäuert nun die Trotz-reaktionen der Heimelf, mehrere Pässe in die Tiefe, viele Abseitssituationen, unglückliche Torabschlüsse. Ergo: viel Gefebbel, kein Ertrag. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit kam Sascha für Oli, reihte sich in die mittlerweile taktisch umgestellte Viererkette ein und drängte seine Vorderleute zu mehr Pressing. In der 31. Minute hatte der FVM dann die Chance, auf 3:1 zu erhöhen, als die Nummer 4 aus stark abseitsverdächtiger Position startete, den Ball in Richtung Benz führte, sein Abschluss jedoch links am Tor vorbeiging. In Minute 34. folgte der kopierte Angriff auf der Gegenseite, hier stürmte Duri allein auf den Torhüter zu, der den Torversuch jedoch glänzend vereiteln konnte.

In eigener Sache: Hier endet die ausführliche Berichterstattung, da der Verfasser aufgrund des immer stärker werdenden Niederschlags etwas verfrüht den Weg zum überdachten Bierstand suchte. Die diesjährige Halbzeitshow hatte es jedoch in sich. Grillmeister Pattl griff ganz tief in die Trickkiste und zauberte mit etwas im Grill angesammelten Gas und einem
Feuerzeug eine überwältigende Pyro-Show. Das dumpfe PHOBBBB ähnelte einer einschlagenden Granate, der Feuerball wäre eines Rammstein-Konzerts würdig gewesen, und sowohl Grill als auch Hütte wurden kurzzeitig so weit hoch gelupft,
dass Getränkewart Martin Zeit hatte, den Besen zu holen und kurzerhand unter der Hütte vorkehren konnte.
Das Ergebnis: Die nun unregelmäßig schlagenden Herztöne der umherstehenden Personen waren bis nach Löchgau zu hören, es roch nach verbranntem Haar und Spieler Mario Eppich war seit dem Knall spurlos verschwunden.

Unter tosendem Applaus pfiff Schiri Wesely zur zweiten Halbzeit an. Auch unter den Spielern schien nun etwas Unsicherheit zu herrschen, was sich in einem ungehobelten Foul an Carsten zeigte. Nicht nur in der Hütte war die Stimmung nun etwas explosiver. Der aus dem Foulspiel resultierende Freistoß von Oli Zucker war jedoch zu harmlos getreten und endete in den Armen des Torhüters, die im Gegensatz zu den Armen von Patrick Miller-the-Griller noch Haare hatten. Der Regen wurde nun immer nasser – ein Zelt hätte dem Spiel nun gutgetan. Viele Zuschauer waren nun etwas frustriert, sowohl durch das zähe Spiel als auch das doofe Wetter. Einige Zuschauer waren auch neu frisiert, aufgrund der Verpuffung Millers. Nicht nur in der Hütte brannte die Luft, auch im TSV-Strafraum, als in der 44. Minute ein Angriff der Grünen mit einem Torschuss belohnt wurde. Das druckvolle Rohr schepperte an die Querlatte des TSV-Gehäuses und von dort ins Toraus. Glück für den TSV in mehrfachem Sinne. Zum einen konnte der FV Markgröningen nicht nachlegen, zum anderen tauchte Mario Eppich aus dem Nichts wieder auf. Er wurde nicht von der Explosion vernichtet, sondern fuhr kurzerhand nach Bissingen um ein Festpavillon für die After-Show-Party zu organisieren. Jetzt – reinstes Fritz-Walter-Wetter – prädestiniert für die Jungs in Schwarz. Das Geläuf glich nun der Winteroberfläche der Ege-Trans-Arena. Die Schuhe der Heimelf - vermutlich überwiegend Turnschläpple vom KiK. Doch brauchte es vermutlich genau dies, um den Tordrang des TSV zu wecken. Eingeleitet durch eine Traumparade von Micha Benz in der 47. Minute nach einem Kopfball des FVMStürmers, war es der darauffolgende Konter, der in einem Tohuwabohu im gegnerischen Strafraum endete. Nun wurden die Chancen auf Seiten des TSV wieder zwingender, dennoch dauerte es bis zur 57. Minute, bis eine eher harmlose Situation im Straftraum vom Unparteiischen als Foulspiel gewertet wurde und in einen Strafstoß für den TSV mündete. Oli Zucker ließ sich nicht lange Bitten und versenkte die Kugel im linken, unteren Tor-Eck zum 2:2-Ausgleich. In der folgenden Druckphase war er es ein ums andere Mal DER EPPINGER, der sowohl rechts als auch links für reichlich Tempo sorgte, sich nach den gefühlt zwei Minuten aber dann doch wieder auswechseln ließ und zum Kistenstapel verlegte. In der 59. Minute dann ein sehenswerter Lattenknaller von Duri, gefolgt von einem gefährlichen Konter der Markgröninger. Der weitere Spielverlauf beinhaltete sehenswerte Diago´s, mehrfache Abseitsstellungen aber dennoch traumhafte Mittelfeldkombinationen hüben wie drüben. Meine nun fertig gebratene Rote roch zwar noch leicht nach verbranntem Haar, war jedoch äußerst Schmackhaft. Zu erwähnen wäre noch ein sehenswerter Angriff der Markgröninger in der 70. Minute, als sich der Außenstürmer über die Rechte Seite durchsetzte und in Richtung Strafraum bewegte. Der herauseilende Micha konnte die erste Möglichkeit einer Flanke noch abwehren, bekam den Ball jedoch nicht zu fassen, was in einer weiteren Hereingabe endete. Hier stand Mesut goldrichtig, rettete den TSV durch einen Monsterblock vor einem erneuten Rückstand und das Unentschieden letztendlich auch über die Zeit. Der TSV ist in seinem erst dritten 11er-Spiel immer noch ungeschlagen und im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem Spielverlauf als auch mit dem geselligen Beisammenstehen im Anschluss an den Schlusspfiff.

Wir bedanken uns herzlich beim fairen Gegner aus Markgröningen, freuen uns auf das kommende Turnier in der schönen Glemsaue und auf ein mögliches Rückspiel  Ende des Jahres. Danke auch an Flori fürs Pfeifen und Pattl, Martin fürs Hüttle und an den Ratskeller Kleinsachsenheim für die Bierspende.


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